Angekommen in der Location, war ich überrascht, wie wenige Gäste auf den Auftritt von LOUA warteten, aber der erste Blick trügt wie immer. Das YUCA in Ehrenfeld ist für seine intime Atmosphäre bekannt, doch zu Beginn wirkte es fast schon zu ruhig für einen Tourstopp. Diese anfängliche Skepsis sollte jedoch schnell verfliegen, denn das Loua Konzert Köln 2026 entwickelte sich zu einem Abend, den man so schnell nicht vergisst. Als der Abend fortschritt, füllte sich der Raum unmerklich, bis die Energie im Raum förmlich zu knistern begann. Es war der perfekte Beweis dafür, dass echte Qualität kein lautes Getöse im Vorfeld braucht, um Menschen zu bewegen. LOUA hat gestern gezeigt, dass sie die Gabe besitzt, einen Raum allein durch ihre Präsenz und ihre Texte zu verwandeln.
Leonora: Ein zauberhafter Auftakt mit ESC-Vibe
Als Vorband war eine zauberhafte Leonora dabei, die mit einigen Liedern das Publikum aufheizen und perfekt vorbereiten sollte. Nur mit einem Keyboard und ihrer Stimme bewaffnet, verzauberte sie mich ab dem ersten Ton. Wer sich in der Musikwelt auskennt, dem sagt der Name sicher etwas: Sie war beim Vorentscheid zum ESC 2025 dabei. Damals belegte sie mit ihrem Song „Good Day“ den vierten Platz. Eigentlich finde ich es extrem schade, dass sie nicht für uns beim ESC dabei war, da es wirklich anspruchsvolle Musik ist. Auch diesen Song hatte sie bei ihrem Auftritt im Gepäck. Wenn ihr die Chance habt, Leonora live zu sehen, solltet ihr unbedingt hingehen und diesen puren Sound genießen.
Der Moment, in dem das YUCA zum Beben kam
Danach wurde das YUCA, ohne dass ich es richtig mitkriegte, immer voller und die Vorfreude stieg spürbar an. Die Lichter gingen aus, die Musiker nahmen ihre Plätze ein und dann betrat endlich LOUA die Bühne. Sie begann das Set mit dem Lied „Andere Art von glücklich“ und hatte das Publikum ab diesem Moment sofort in ihren Bann gezogen. Die Fokussierung im Raum war beeindruckend; jeder im Saal war auf sie und ihre Performance fixiert. Es folgte „Kleines Desaster“, eine Single, die bereits vor drei Jahren ihre Premiere feierte und sichtlich viele Fans der ersten Stunde begeisterte. Die Setlist bot einen Querschnitt durch ihr Schaffen und zeigte die enorme Entwicklung der Künstlerin.
Überraschungsgäste und emotionale Höhepunkte
Ein besonderes Highlight beim Loua Konzert Köln 2026 war die Abfolge der neueren Tracks wie „Game Over“, „Levitating“ und „7 Minuten“. Auch „9 Blocks“, das erst vor einem Monat Premiere feierte, fügte sich nahtlos in die energiegeladene Show ein. Dann kam endlich das Lied, auf das viele gewartet hatten: „Besseres verdient“. Loua startete den Song zunächst nur am Klavier, fast unplugged und unglaublich verletzlich. Doch mitten im Song stoppte sie kurz und lud ihre Freundinnen Lea und Linda auf die Bühne ein. Zu dritt haben sie diesen Song komplett gerockt, während das Publikum als riesiger Chor fungierte. Lea und Linda nutzten die Bühne zudem, um ihre Single „Toxisch“ vorzustellen – ein tief bewegendes Lied über das Verletztsein.
Ein Finale voller Energie und Liebe
Nach diesem emotionalen Peak folgten noch viele weitere Lieder wie „Nicht nicht“ oder „Liegt nicht an mir“. Jeder Song wurde vom Kölner Publikum lautstark gefeiert, was die besondere Verbindung zwischen Loua und ihren Fans unterstrich. Auch die Titel „Edding“ und „Liebe über“ durften an diesem Abend natürlich nicht fehlen und bildeten den perfekten Abschluss. Es war ein Abend, der gezeigt hat, wie viel Kraft in modernem Deutschpop stecken kann. Wer gestern im YUCA dabei war, ging mit dem Gefühl nach Hause, etwas wirklich Besonderes erlebt zu haben. LOUA ist eine Künstlerin, die auf der Bühne über sich hinauswächst und ihre Geschichten mit einer beeindruckenden Intensität erzählt.
Wollt Ihre LOUA live erleben, hier weitere Termine:
07.04.2027 – Hamburg – Hebebühne
08.04.2027 – Berlin – Privatclub
10.04.2027 – Stuttgart – Im Wizemann (Studio)
11.04.2027 – Frankfurt am Main – Brotfabrik
Alle Fotos (c) Jan Bonk
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