Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen: Dank einer für Bahnverhältnisse fast schon präzisen Verspätung von nur acht Minuten bei der DB/National Express erreichte ich das Carlswerk Victoria pünktlich. So konnte ich das komplette Set von DJ Ryeberry genießen. Er fungierte gestern Abend nicht als klassischer Support, sondern stimmte die Menge mit einem DJ-Set perfekt ein. Die Vorfreude auf Balu Brigada in Köln war bei mir riesig. Henry und Pierre standen schon ewig auf meiner persönlichen „To Watch“-Liste. Entsprechend aufgeregt machte ich mich auf den Weg, um endlich das Phänomen dieser Band live zu ergründen.
Vom Luxor ins ausverkaufte Carlswerk Victoria
Dass die Band einen Nerv trifft, zeigte schon der Blick auf die Location-Historie. Ursprünglich war die Show für das deutlich kleinere Luxor geplant. Doch der Hype war so groß, dass ein Upgrade ins Carlswerk Victoria nötig wurde – und selbst das war gestern Abend restlos ausverkauft. Als die Show mit „The Portal“ und „Golden Gate Girl“ startete, wurde sofort klar, warum. Die Brüder Henry und Pierre Beasley haben eine Aura, die den Raum sofort einnimmt. Ihre Mischung aus technischer Versiertheit und lässigem Charme wirkte ansteckend.
Eine Setlist voller Überraschungen und Grooves
Die Setlist ließ keine Wünsche offen und bot eine Reise durch ihren gesamten Sound-Kosmos. Bei „Sideways“ und „Politix“ war die Stimmung bereits auf dem Siedepunkt. Ein besonderes Highlight war das Grimes-Cover von „Oblivion“, das die Band komplett in ihren eigenen Stil übersetzte. Als dann „Moon Man“ und „4:25“ erklangen, gab es im Publikum kein Halten mehr. Besonders charmant: Zwischen den Hits wie „2good“ bauten sie ein „Birthday Interlude“ ein. Die Dynamik zwischen den beiden Brüdern ist faszinierend. Man merkt, dass sie jeden Ton fühlen, den sie auf der Bühne produzieren.
Unveröffentlichte Banger und Daft Punk Vibes
Gegen Ende des Sets wurde es richtig spannend. Sie spielten einen neuen, bisher unveröffentlichten Song. Ich konnte den Namen nicht genau einfangen, aber eines ist sicher: Das Ding ist ein absoluter Banger! Während der Bandvorstellung bewiesen sie dann ihren exzellenten Musikgeschmack. Sie flochten ein Cover von Daft Punks „Robot Rock“ ein, was die Menge völlig zum Ausrasten brachte. Nach den finalen Hymnen „BedHead“ und „So Cold“ forderte Köln lautstark eine Zugabe. Mit „Find a Way / Could You Not“ verabschiedeten sie sich schließlich in eine verschwitzte Nacht.
Fazit: Der Blick nach vorn
Dieser Abend hat meine hohen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern gesprengt. Wer Balu Brigada in Köln gestern gesehen hat, weiß, dass diese Halle erst der Anfang war. Es war ein Erlebnis, die Energie dieser Band endlich live zu verstehen. Ich bin mir sicher: Das nächste Mal werden wir die beiden auf einer noch größeren Bühne wiedersehen. Ich würde es Henry und Pierre von Herzen gönnen, wenn sie als Nächstes die Mitsubishi Electric Halle füllen. Nach dieser Performance im Carlswerk Victoria ist das kein Wunschtraum mehr, sondern nur die logische Konsequenz.
Auf einen Blick
- Act: Balu Brigada
- Datum: 26.04.2026
- Location: Carlswerk Victoria, Köln (hochverlegt & ausverkauft)
- Support: DJ Ryeberry
- Highlight: Das Daft Punk Cover während der Bandvorstellung und die unbändige Energie der Beasley-Brüder.
Alle Foto Copyright JB der Laufende Fotograf für Mikro und Manuskript.
Review Geschrieben von JB nach dem Konzert von Balu Brigada in Köln
Auf einen Blick
- Act: Balu Brigada
- Datum: 26.04.2026
- Location: Carlswerk Victoria, Köln (hochverlegt & ausverkauft)
- Support: DJ Ryeberry
- Highlight: Das Daft Punk Cover während der Bandvorstellung und die unbändige Energie der Beasley-Brüder.
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