Auf Einen Blick
- Film: Spa Weekend
- Regie & Drehbuch: Jon Lucas & Scott Moore (Macher von Hangover, Bad Moms)
- Genre: Komödie, Female-Buddy-Movie
- Highlights: Glänzende Performances von Leslie Mann und Isla Fisher, witzige Wellness-Eskalationen
- Kritikpunkt: Schwaches Material für Anna Faris, stellenweise hektischer Schnitt
Ein lockeres Filmvergnügen der Hangover-Macher für zwischendurch
Wenn die Namen Jon Lucas und Scott Moore auf der Leinwand auftauchen, erwarten Comedy-Fans erfahrungsgemäß ein turbulentes Spektakel. Das erfahrene Erfolgsduo feierte mit dem Skript zum Megahit Hangover seinen großen Durchbruch und begeisterte später mit dem Kinohit Bad Moms ein Millionenpublikum. Mit ihrem neuesten Streich Spa Weekend Jon Lucas Scott Moore schicken die Filmemacher nun vier gestresste Freundinnen in ein luxuriöses Wellness-Resort nach Palm Springs. Wer hier vielschichtiges Arthouse-Kino erwartet, sitzt definitiv im falschen Saal. Wer sich jedoch ohne riesige Erwartungen auf eine lockere Komödie einlässt, erlebt mit dem Streifen Spa Weekend Jon Lucas Scott Moore extrem unterhaltsame Stunden.
Turbulenter Mädels-Trip mit reichlich Chaos und unerwarteten Wendungen
Die Ausgangslage der Geschichte orientiert sich an bewährten Mustern des Genres. Drei Freundinnen mittleren Alters stecken tief in den Hürden ihres Alltags fest und planen eine entspannte Auszeit im Luxus-Spa. Anwältin Jane sucht nach Erholung vom anstrengenden Alltag als Alleinerziehende, während Coco eine schmerzhafte Trennung von ihrem Ex-Mann verarbeitet. Sophie leidet derweil unter ihrem extrem anstrengenden Chef, der sie pausenlos auf Trab hält. Die erhoffte Ruhe bricht jedoch schlagartig zusammen, als unaufgefordert Mel auftaucht. Die unberechenbare Chaos-Queen reist mit schriller Kleidung an und sabotiert fortan jede ruhige Meditation oder Yoga-Stunde.
Darstellerische Glanzleistungen treffen auf kleine Schwächen im Ensemble
Dass die Handlung trotz vieler Slapstick-Situationen prima funktioniert, liegt vor allem an zwei fantastischen Hauptdarstellerinnen. Leslie Mann überzeugt auf ganzer Linie mit ihrem herausragenden komödiantischen Timing, wunderschönem Charme und enormer Bühnenpräsenz. Ebenfalls begeistert Isla Fisher, die sich mit voller Hingabe und großer Furchtlosigkeit in ihre schrille Rolle wirft. Einen kleinen negativen Nachgeschmack hinterlässt der Film allerdings bei der restlichen Besetzung. Anna Faris wird vom Drehbuch leider stark unterwertet und auf naives Nachfragen reduziert, obwohl sie viel größeres Talent besitzt. Auch Michelle Buteau bleibt in ihrer Rolle überraschend blass, weil ihre Pointen durch den hektischen Schnitt verpuffen.
Das Fazit für einen gelungenen Kinoabend mit Freunden
Trotz manch flacher Zote und einer stellenweise brav wirkenden Inszenierung bietet der Film wunderbare Unterhaltung für zwischendurch. Die Produktion findet schlussendlich eine angenehme Balance zwischen lauten Lachen und versöhnlichen Momenten über den Wert von echten Frauenfreundschaften. Filmfans dürfen sich auf einen herrlich leichten Kinobesuch freuen.





















