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Eine Sommernacht im Gebäude 9 mit The 502s – Auch wenn draußen minus 7 Grad waren

Sommernacht im Gebäude 9 The 502s

Draußen herrschte der totale Wintereinbruch in Deutschland. Die Temperaturen in Köln waren auf klirrende minus 7 Grad gesunken. Der eisige Wind biss im Gesicht, während ich auf dem Weg zum Gebäude 9 war. Doch die Vorfreude auf das Konzert war riesig. Ich wusste genau, dass mich drinnen eine ganz andere Welt erwarten würde. Die The 502s Easy Street Tour versprach genau das Gegenmittel, das man gegen diesen grauen Winter braucht. Es war die Aussicht auf eine musikalische Sommernacht, die mich durch die Kälte trieb.

Der Frühling vor dem Sommer: Rose Betts verzaubert Köln

Doch bevor der Hochsommer ausbrach, durften wir erst einmal den Frühling erleben. Diesen brachte die junge Britin Rose Betts mit auf die Bühne. Mit ihrer wunderbar lockeren Art schaffte sie es sofort, das Publikum für sich zu gewinnen. Rose Betts wirkte auf der Bühne extrem nahbar und authentisch. Mit ihren Songs wie „Irish Eyes“ oder „Doodles“ berührte sie die Herzen der Menschen im Saal.

Sie bereitete das durchgefrorene Kölner Publikum perfekt auf den Hauptact vor. Ihre warme Stimme und die feinen Melodien ließen die Kälte vor der Tür schnell vergessen. Man merkte im Gebäude 9 gar nichts mehr von den extremen Minusgraden draußen. Rose Betts strahlte eine solche Herzlichkeit aus, dass man sich sofort geborgen fühlte. Es war der ideale Einstieg in einen Abend, der noch viel Energie bereithalten sollte. Die Vorband war definitiv mehr als nur ein Aufwärmprogramm; sie war ein echtes Highlight.

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Pünktlich um 21 Uhr: Der Sommer bricht aus

Punkt 21 Uhr war es dann endlich so weit. Die The 502s betraten unter lautem Jubel die Bühne im Gebäude 9. In diesem Moment begann der Sommer in Köln offiziell. Der Einstieg mit dem Song „Sayonara“ funktionierte perfekt. Sofort fingen alle Menschen im Raum an zu tanzen. Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und die Sonne in den Club gelassen. Die Energie der Band aus Florida war ab der ersten Sekunde greifbar und absolut ansteckend.

Eddie Isola ist als Lead-Sänger natürlich der Kopf der Truppe. Er versprüht mit seinem Banjo und seinem Lächeln eine unglaubliche Lebensfreude. Doch an diesem Abend gab es einen weiteren heimlichen Star. Joe Capati bewies als Multiinstrumentalist sein ganzes Können. Immer wieder schaffte er es, Eddie fast die Show zu stehlen. Seine Soli am Saxophon oder an der Trompete waren absolut virtuos. Joe wirbelte über die Bühne und brachte eine Dynamik in die Songs, die das Publikum völlig ausrasten ließ.

Eine Setlist voller Lebensfreude

Die Setlist ließ keine Wünsche offen und war eine Reise durch das Gefühl von Freiheit. Nach „Hey Julia“ und „Friday Night“ folgten Hymnen wie „Summer Fling“ und „Waves“. Jeder Song fühlte sich an wie ein Roadtrip mit Freunden. Besonders bei „Just a Little While“ gab es kein Halten mehr. Das Gebäude 9 bebte unter den springenden Fans. Die Band spielte sich durch ein langes Set mit über zwanzig Titeln. Auch ruhigere Momente wie „Perfect Portrait of Young Love“ fanden ihren Platz.

Gegen Ende des Konzerts mobilisierten die The 502s noch einmal alle Reserven. Mit den Zugaben „If Good Times Were Dollars“ und „Stories to Tell“ verabschiedeten sie sich. Als der letzte Ton von „Just a Little While“ verklang, war jeder im Saal verschwitzt und glücklich. Wir traten danach wieder hinaus in die Kölner Winternacht bei minus 7 Grad. Aber innerlich trugen wir alle die Wärme dieses Konzerts mit nach Hause. Die The 502s haben bewiesen, dass man den Sommer im Herzen tragen kann, egal wie kalt es draußen ist.

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