Es gibt Abende, die man nicht vergisst. Gestern stand ich in der Rudolf Weber Arena und durfte die Michelle Abschiedstour 2026 Oberhausen hautnah miterleben. Nach über 30 Jahren auf der Bühne sagt eine der größten Stimmen des Schlagers leise „Auf Wiedersehen“. Für mich war es ein Abend voller Gänsehautmomente und Tränen der Rührung. Die Michelle Abschiedstour 2026 Oberhausen war kein gewöhnliches Konzert, sondern eine Reise durch mein eigenes Leben und meine Erinnerungen. Ich sah eine Künstlerin, die mit Würde und Stolz geht. Michelle bewies in Oberhausen eindrucksvoll, warum sie eine Ikone ist.
Der Beginn einer emotionalen Reise
Schon beim ersten Song „Flutlicht“ bekam ich weiche Knie. Die ganze Arena sang sofort mit, und Michelle wirkte auf der Bühne unglaublich präsent. Das Design der Show war angenehm schlicht. Keine unnötigen Tänzer, keine Effekthascherei – nur Michelle und ihre Musik. Ich fand es mutig, den Fokus so stark auf die Stimme und die Lichtstimmung zu legen. In der ersten Hälfte des Abends herrschte eine fast andächtige Stille im Publikum. Viele von uns saßen einfach nur da und ließen die Worte wirken. Es fühlte sich an, als würde man gemeinsam mit ihr in einem Fotoalbum blättern.
Klassiker für die Ewigkeit
Als die Töne von „Kleine Prinzessin“ erklangen, gab es kein Halten mehr. Michelle holte Kinder auf die Bühne, und dieser Anblick war einfach herzergreifend. Es zeigt, wie ihre Musik über Generationen hinweg Menschen verbindet. Ich hörte Klassiker wie „Wer Liebe lebt“ oder „Idiot“ und fühlte mich in die Zeit zurückversetzt, als ich diese Lieder zum ersten Mal hörte. Michelles Stimme war an diesem Abend in absoluter Bestform. Jede Höhe saß perfekt, und ihr Vibrato war so gefühlvoll wie eh und je. Man merkte ihr an, dass sie jede Sekunde dieses Abschieds ganz bewusst genießt.
Liebe auf der Bühne mit Eric Philippi
Ein besonderes Highlight war für mich der Auftritt von Eric Philippi. Die beiden harmonieren nicht nur musikalisch perfekt bei Duetten wie „Nicht verdient“. Als Michelle ganz offen sagte, dass Eric eine der besten Entscheidungen ihres Lebens war, jubelte die ganze Halle. Diese Ehrlichkeit macht sie so nahbar. Eric nutzte seine Solo-Momente, während Michelle ihre Outfits wechselte. So blieb der Fluss der Show erhalten. Es war schön zu sehen, dass sie privat ihr Glück gefunden hat. Das gibt diesem Abschied eine sehr versöhnliche Note für uns Fans.
Privatmensch statt Rampensau
Sehr berührt hat mich, als sie über ihre Rolle als Oma sprach. Sie freut sich darauf, künftig mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. In diesem Moment wurde mir klar: Das hier ist kein PR-Gag. Michelle meint es ernst. Sie trifft eine bewusste Entscheidung für ihr Privatleben. Diese Offenheit verlieh dem Konzert eine Tiefe, die ich selten bei Schlager-Events erlebt habe. Die Band unter Martin Ziaja lieferte dazu einen erstklassigen Sound. Keys, Gitarre und Drums waren perfekt abgestimmt und ließen ihrer Stimme den nötigen Raum.
Der letzte Vorhang in Oberhausen
Nach der Pause verwandelte sich die Arena dann in eine riesige Party. Alle standen auf den Sitzen, tanzten und feierten das Leben und die Musik. Aber am Ende lag wieder diese wehmütige Dankbarkeit in der Luft. Michelle verabschiedete sich ohne großes Drama, aber mit einer Wärme, die man bis in die letzte Reihe spüren konnte. Ich verließ die Rudolf Weber Arena mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Oberhausen hat gestern einen Abschied erlebt, der noch lange in mir nachhallen wird. Danke, Michelle, für all die Jahre und diesen unvergesslichen letzten Abend.
Alle Fotos Jan Bonk
































