Start / Gesicht & Geschichte / Ganz gleich, wie es dir geht…‘ – Ilja über emotionale Tiefen und digitale Reizüberflutung – Interview

Ganz gleich, wie es dir geht…‘ – Ilja über emotionale Tiefen und digitale Reizüberflutung – Interview

ilja Debüt EP New Line

MuM: Hallo Ilja, erzähl unseren Leser:innen doch bitte, wer du bist. Wie hat deine musikalische Reise begonnen und was hat dich ursprünglich zur Musik gebracht?

Ilja: Hi! Danke, dass ich bei euch sein darf. Ich bin Songwriter und habe, als ich fünf war, angefangen, Klavier zu spielen. Bei meinen Eltern steht eins, an dem ich meine ersten Tasten gedrückt und Melodien gefunden habe. Das hat mich als Kind schon fasziniert, und tatsächlich haben sie das Klavier immer noch – und der ein oder andere Song meiner neuen EP „New Line“ ist darauf entstanden.

MuM: Deine neue EP „New Line“ ist gerade erschienen. Wie ist dieses Projekt entstanden und in welcher Phase deines Lebens hast du an den Songs gearbeitet? Wie viel von dir persönlich steckt in dieser EP?

Ilja: Die Songs sind im Laufe der letzten Jahre entstanden und alle von persönlichen Erfahrungen inspiriert. Themen, die, glaube ich, viele Menschen Anfang zwanzig beschäftigen. Darunter Emotionen wie Liebeskummer und Trauer, aber auch Hoffnung und Leichtigkeit. Ich habe eine Weile in Mannheim gewohnt und dort mit einem Kumpel, der Musikproduzent ist, Sönke Weißer, angefangen, die Songs aufzunehmen und zu produzieren.

MuM: Zwei Songs sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Beginnen wir mit „Paris“: Der Track ist in Zusammenarbeit mit Tuta entstanden. Wie kam es zu dieser Kollaboration und wie hast du die gemeinsame Arbeit erlebt?

Ilja: Tuta habe ich kennengelernt, als ich ein Jahr in Boston gelebt und studiert habe. Mit unserer College-Class waren wir in Nashville und sind für eine Woche in die lokale Songwriting-Szene eingetaucht. Die erste Idee zu „Paris“ kam mir schon vorher und ich hatte bereits lange nach einer Feature-Person gesucht. Als wir zurück in Boston waren, haben wir gemeinsam den Song weitergeschrieben und aufgenommen, was total Spaß gemacht hat. Tuta ist super talentiert und hat auch ihr eigenes Artistprojekt.

MuM: Der zweite Song, der mich sehr berührt hat, ist „Dopamine“. Wie ist die Idee zu diesem Stück entstanden? Das Thema wirkt sehr zeitgenössisch und gleichzeitig nicht einfach – gerade in einer Zeit, in der Dopamin und schnelle Reize eine große Rolle spielen. Was war dein persönlicher Zugang zu diesem Song?

Ilja: Ja, tatsächlich erlebe ich das persönlich auch so. Meine Generation verbringt sehr viel Zeit am Handy und auf Social Media, und die Apps sind so designt, dass man am besten den ganzen Tag scrollt. Jedoch empfinde ich das selten als erfüllend, und es nervt mich auch. Das habe ich als Anlass genommen, einen Song über Reizüberflutung und digitalen Dauerrausch zu schreiben: „Dopamine“.

MuM: Jetzt, wo „New Line“ veröffentlicht ist: Können wir uns darauf freuen, dich in naher Zukunft auch live zu erleben? Gibt es bereits Pläne für Konzerte oder Shows?

Ilja. Noch gibt es keine konkreten Pläne, mit meiner neuen EP auf die Bühne zu gehen, aber das steht auf jeden Fall auf meiner „2026 Bucketlist“ und ich freue mich jetzt schon darauf, euch dort zu treffen!

MuM: Vielen Dank für das Gespräch. Zum Abschluss: Wenn du die Leser:innen mit einem einzigen Satz dazu bewegen müsstest, in deine EP reinzuhören – welcher wäre das?

Ilja: Ganz gleich, wie es dir gerade geht oder welche Jahreszeit es ist – auf der EP findest du mindestens einen Song, der genau dazu passt.

Markiert: