Start / Reingeschaut / Cold Storage Filmreview: Zivilcourage gegen den Weltuntergang

Cold Storage Filmreview: Zivilcourage gegen den Weltuntergang

Cold Storage Filmreview: Zivilcourage gegen Pilz-Horror

In dieser aktuellen Cold Storage Filmreview werfen wir einen Blick auf eine Produktion, die zwischen den Genres schwankt. Der Film beginnt mit der Pointe „This shit is real“ und setzt damit den Ton für eine kuriose Geschichte. Eine extraterrestrische Katastrophe bedroht darin die gesamte Menschheit. Ein gefährlicher Mikroorganismus aus dem All wurde jahrelang in einem einfachen Lagerhaus ignoriert. Nun droht dieser Pilz, alles Leben auszulöschen. Diese Cold Storage Filmreview zeigt, dass hier vor allem die Absurdität des menschlichen Handelns im Vordergrund steht.

Ein ungleiches Trio gegen die Katastrophe

Die Rettung der Welt liegt in den Händen zweier Nachtwächter. Travis wird von Joe Keery als zerstreuter Häftling auf Bewährung gespielt. Naomi ist seine neugierige Kollegin mit einer schwierigen Vergangenheit. Unterstützung erhalten sie von Robert, einem Experten für Bioterrorismus. Liam Neeson verkörpert diesen Experten mit der gewohnten Ernsthaftigkeit. Gemeinsam bilden sie eine Zweckgemeinschaft, die den Kampf gegen den grünen Schimmelpilz aufnimmt. Der Film nutzt diese Konstellation für viele kuriose Momente. Dennoch bleiben echte Lacher aufgrund des eher gebremsten Humors leider oft aus.

Drehbuch und inszenatorische Ansätze

Das Drehbuch stammt von David Koepp. Er ist bekannt als Autor von Klassikern wie „Jurassic Park“. Auch hier steht die Skepsis gegenüber technologischen Experimenten im Fokus. Der Mikroorganismus wird als intelligentes Wesen dargestellt. Seine Struktur als infektiöser Erreger ist ein origineller Beitrag zum Science-Fiction-Genre. Der Film baut zu Beginn eine starke Atmosphäre des Geheimnisses auf. Leider verliert sich diese Spannung im weiteren Verlauf etwas. Die Inszenierung von Jonny Campbell wirkt oft unentschlossen zwischen Horror und Parodie.

Satire auf das System

„COLD STORAGE“ funktioniert am besten als Satire auf Behörden und das Militär. Ignoranz siegt über Initiative, wenn echte Gefahr droht. Sparmaßnahmen werden wichtiger als der Schutz der Zivilisation. Dies führt zu absurden Situationen, die den Zuschauer zum Schmunzeln bringen sollen. Ein einfaches Werkzeug wird zur letzten Hoffnung der Menschheit. Der Fundort dieses Werkzeugs ist der Gipfel der Kuriosität im Film. Es ist ein bewusster Gag, der jedoch nicht bei jedem zündet. Die Verwandlung von Infizierten in seltsame Zombies bringt zwar Action, lässt aber eine klare Identität vermissen.

Fazit der Kritik

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Film ein interessantes Experiment bleibt. Er bietet starke Ansätze, kann diese aber nicht über die volle Länge halten. Besonders der gelungene Prolog verspricht mehr, als das Ende halten kann. Wer Liam Neeson in einer ungewöhnlichen Rolle sehen möchte, sollte einen Blick riskieren. Für Fans von tiefgründigem Horror ist das Werk jedoch zu oberflächlich. Es bleibt eine solide Unterhaltung für zwischendurch, die vor allem durch ihre Absurdität besticht. Die Mischung aus Sci-Fi und Satire ist mutig, aber nicht immer treffsicher.

Weitere Filmreviews

Markiert: