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Amy Macdonald Köln Konzert 2026: Ein schottischer Frühling im Palladium

Manchmal passt einfach alles zusammen. Schon vor dem Einlass zum Amy Macdonald Köln Konzert 2026 am heutigen 26. Februar meinte es der Wettergott gut mit den Fans. Das milde Frühlingswetter in Köln sorgte für strahlende Gesichter in der Schlange vor dem Palladium und stimmte perfekt auf einen Abend voller Wärme und Spielfreude ein. Die Vorfreude war greifbar, denn die schottische Ausnahmesängerin ist bekannt für ihre authentischen Shows. Dass das Amy Macdonald Köln Konzert 2026 restlos ausverkauft war, überraschte niemanden, der ihre Karriere verfolgt. Es wurde ein Abend, der die lange Wartezeit der Fans mit einer Setlist voller Hits und einer unvergleichlichen Atmosphäre belohnte.

Better Joy: Die perfekte Vorspeise

Pünktlich um 19:15 Uhr betrat die Vorband Better Joy die Bühne. Das Projekt rund um Bria Keely aus Manchester erwies sich als absoluter Glücksgriff. Musikalisch und textlich harmonierte das Quartett so hervorragend mit dem Hauptact, dass man fast glauben konnte, sie hätten Amy Macdonalds gesamte Diskografie im Blut. Die feinen Popsongs wirkten wie eine perfekt abgestimmte Vorspeise, die den Appetit auf mehr anregte, ohne zu beschweren. Mit ihrer Mischung aus Charisma und unbeschwerter Attitüde zogen sie das Kölner Publikum sofort auf ihre Seite. Es war ein Support, der nicht nur Zeit überbrückte, sondern echtes Profil zeigte.

Das Hauptgericht nach 10 Jahren Wartezeit

Um exakt 20:00 Uhr war es dann so weit: Amy Macdonald betrat unter tosendem Applaus die Bühne. Für viele im Saal, mich eingeschlossen, war dies der Moment, auf den wir über ein Jahrzehnt gewartet hatten. Wenn man zu Hause alle fünf Alben auf dem Plattenspieler rotieren lässt, ist die Live-Begegnung fast schon eine spirituelle Erfahrung. Amy eröffnete direkt mit dem Titelsong ihres aktuellen Albums „Is This What You’ve Been Waiting For?“. Die Antwort des Palladiums war ein ohrenbetäubendes Ja. Ihre einzigartige Stimme füllte den Raum sofort aus und bewies, dass sie live sogar noch kraftvoller und nuancierter klingt als auf den Aufnahmen.

Eine Reise durch alle fünf Alben

Die Setlist war klug zusammengestellt und bot eine Zeitreise durch ihre gesamte Karriere. Klassiker wie „Mr. Rock & Roll“ und „Dream On“ sorgten für kollektive Chöre im Publikum. Besonders beeindruckend war, wie nahtlos sich die neueren Stücke wie „The Hudson“ oder „Can You Hear Me?“ in das Set einfügten. Amy plauderte zwischen den Songs mit ihrem charmanten schottischen Akzent über Fußball, das Tourleben und ihre Verbundenheit zu den Fans. Sie wirkt dabei nie wie ein distanzierter Star, sondern wie eine gute Freundin, die kurz ihre Gitarre schnappt, um eine Geschichte zu erzählen. Diese Nahbarkeit ist ihr größtes Markenzeichen geblieben.

Das furiose Finale im Palladium

Zum Ende hin steigerte sich die Energie im Saal noch einmal deutlich. Bei „Barrowland Ballroom“ und dem unverzichtbaren Megahit „This Is The Life“ gab es kein Halten mehr. Das gesamte Palladium verwandelte sich in einen riesigen Chor. Es war die totale Katharsis, auf die wir so lange gehofft hatten. Amy Macdonald hat heute Abend in Köln bewiesen, dass sie auch nach fast zwei Jahrzehnten im Geschäft nichts von ihrer Relevanz verloren hat. Wer diese Show miterlebt hat, geht mit einem Gefühl von Gemeinschaft und tiefer Zufriedenheit nach Hause. Ein schottischer Abend im rheinischen Frühling, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Alle Fotos Jan Bonk

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