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Christian Fetish Aura Nera: Die Rückkehr der Industrial-Legende

Christian Fetish Aura Nera

Die Schatten der Vergangenheit verschmelzen mit der Dystopie von heute. Mit dem Projekt Christian Fetish Aura Nera kehrt Christian Fuchs fast zwei Jahrzehnte nach Fetish 69 eindrucksvoll zurück. Der erste Vorbote dieser neuen Ära heißt „Survival Diary pt. 2“ und erscheint am morgigen Freitag. Es ist weit mehr als nur ein musikalisches Lebenszeichen eines Veteranen. Vielmehr ist Christian Fetish Aura Nera eine radikale Bestandsaufnahme einer Welt, die zunehmend in politischer und medialer Verrohung versinkt. Inspiriert von Dante und modernem Pessimismus, liefert Fuchs den Soundtrack für eine Gesellschaft am Abgrund.

Industrial-Erbe trifft auf kosmischen Pessimismus

Christian Fuchs bricht bewusst mit dem reinen Nostalgie-Gedanken. Sein Sound ist eine Mischung aus schmutzigen Gitarren und kalter Elektronik. Wo früher purer Industrial Rock dominierte, herrscht heute eine dekonstruierte Klarheit. Inhaltlich stützt sich das Werk auf die Philosophie des „kosmischen Pessimismus“. Der Mensch wird hier nur als irrelevantes Staubkorn im Universum betrachtet. Diese existenzielle Schwere zieht sich durch jeden Takt des neuen Materials. Fuchs zeigt sich als scharfer Beobachter einer dunklen Gegenwart, die er treffend als „Aura Nera“ bezeichnet.

Ein visuelles und personelles Gesamtkunstwerk

Das Projekt besticht durch eine konsequente ästhetische Umsetzung. Die Promofotos der renommierten Fotografin Irina Gavrich fangen die düstere Stimmung perfekt ein. Für das Artwork zeichnet Martin Koch verantwortlich, der die visuelle Sprache von Christian Fetish prägt. Ein besonderes Highlight auf dem kommenden Album ist die Mitwirkung von Dr. Mark Benecke. Der bekannte Kriminalbiologe verleiht der Produktion eine zusätzliche Ebene der Morbidität. Hier trifft Kunst auf Wissenschaft unter dem Banner der Dunkelheit. Es ist ein Projekt, das alle Sinne anspricht und zum Nachdenken zwingt.

Rückkehr in den Trockeneisnebel

Mit „Survival Diary pt. 2“ startet eine Reise zurück in die Lederkluft der 90er Jahre. Doch der Blick ist heute geschärfter und weniger spielerisch. Christian Fuchs nutzt das Erbe von Fetish 69, um etwas völlig Neues zu erschaffen. Die Fans der ersten Stunde werden die Energie wiedererkennen, während neue Hörer die moderne Produktion schätzen werden. Ab morgen ist die Single auf allen Streaming-Portalen verfügbar. Sie bildet das Fundament für ein Album, das die Grenzen zwischen Kunst und Philosophie verwischt. Bereiten Sie sich auf eine Reise in das Herz der Finsternis vor.

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