Die Musikwelt horcht auf, wenn eine der prägendsten Stimmen des britischen Indie-Rock neue Wege geht. Unter dem Pseudonym JJerome87 Brush Me Horse veröffentlicht Joe Newman, der Frontmann der Mercury-Prize-Gewinner alt-J, nun sein erstes offizielles Solo-Video. In der Einleitung dieses ambitionierten Projekts wird sofort klar, dass Newman seine künstlerische Vision radikal erweitert hat. Die Single „Brush Me Like A Horse“ ist kein klassischer Indie-Song, sondern ein komplexes Geflecht aus Metaphern und Klängen. Das dazugehörige Video, inszeniert vom renommierten Regisseur Alex Takács, ist ein filmisches Meisterwerk im Stile eines Acid-Westerns. Mit JJerome87 Brush Me Horse erschafft Newman eine Erzählwelt, in der ein Mann zu einem grausamen öffentlichen Tod auf einem Laufband verurteilt wird. Diese düstere Ästhetik passt perfekt zum vielschichtigen Songwriting, das Newmans Werk seit jeher auszeichnet. Erstmals tritt er hier ganz ohne seine Bandkollegen ins Rampenlicht und offenbart dabei Einflüsse, die tief in seiner Kindheit verwurzelt sind.
Ein Acid-Western aus den Studios von Los Angeles
Die Produktion des Songs fand in Los Angeles statt, was dem Sound eine ganz eigene, kalifornische Note verleiht. Gemeinsam mit dem Produzenten Carlos De La Garza und einer Gruppe versierter Studiomusiker schuf Newman ein Werk voller Energie. Gospel-Elemente treffen auf Blues und Motown-Vibes, was einen starken Kontrast zur surrealen Handlung des Videos bildet. Regisseur Alex Takács, der bereits für alt-J ikonische Clips drehte, füllt die Konturen von Newmans Texten meisterhaft aus. In der Geschichte verwandelt sich ein Mann langsam in ein Pferd, während seine Umwelt ihn zunehmend entmenschlicht. Newman wurde zu dieser Metapher durch die Beobachtung eines Freundes inspiriert, dessen Ruf sich grundlegend wandelte. Das Video fängt diese bittere Ironie in starken, fast schon verstörenden Bildern ein.
Von alt-J zur persönlichen künstlerischen Freiheit
Joe Newman blickt auf eine beispiellose Karriere mit alt-J zurück. Mit vier Chart-Alben und Milliarden von Streams hat die Band den Sound des letzten Jahrzehnts maßgeblich geprägt. Während alt-J von der Magie dreier unterschiedlicher Geschmäcker lebte, ist JJerome87 ein rein persönliches Ventil. Newman nutzt die Freiheit, um Seiten an sich zu zeigen, die im Bandgefüge keinen Platz fanden. Die Wahl des Namens JJerome87 deutet bereits auf eine neue Identität hin, die losgelöst von alten Erwartungen agiert. Die Aufnahme mit drei Backgroundsängerinnen verleiht dem Song eine Wärme, die man von seinen bisherigen Projekten so nicht kannte. Es ist der Versuch, die prägendste Zeit seines Lebens mit neuen musikalischen Erfahrungen zu verweben.
Fazit: Ein mutiger Aufbruch in neue Klangwelten
Mit „Brush Me Like A Horse“ beweist Joe Newman, dass er auch als Solokünstler eine enorme Anziehungskraft besitzt. Das Projekt ist nicht nur ein Rückblick auf seine Einflüsse, sondern ein mutiger Schritt nach vorn. Die Verbindung aus hochwertiger Filmkunst und anspruchsvollem Songwriting macht Lust auf mehr. Fans von alt-J werden die vertraute Stimme lieben, aber von der neuen musikalischen Ausrichtung überrascht sein. JJerome87 ist ein Künstler, der sich weigert, in festgefahrenen Mustern zu bleiben. Der Release markiert den Startpunkt für eine spannende Solo-Karriere, die sicher noch viele Überraschungen bereithalten wird. Die Welt schaut zu, während Newman seine eigene Legende weiterschreibt.
Highlights zum JJerome87 Release:
- Künstler: Joe Newman (alt-J) unter dem Namen JJerome87
- Single: Brush Me Like A Horse
- Regie: Alex Takács (bekannt für Lorde & The xx)
- Produktion: Carlos De La Garza (Los Angeles)
- Stil: Acid-Western, Motown, Blues, Gospel
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