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Little Trouble Girls Kinostart: Ein Spielfilmdebüt über das Erwachen

Little Trouble Girls Kinostart

Heute ist es endlich so weit. Mit dem Little Trouble Girls Kinostart kommt ein feinfühliger Coming-of-Age-Film in die deutschen Kinos. Die Regisseurin Urška Djukić erzählt darin die Geschichte der 16-jährigen Lucija. Das junge Mädchen tritt dem Chor ihrer katholischen Schule bei. Dort begegnet sie der selbstbewussten Ana Maria. Was als einfache Freundschaft beginnt, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Während eines Chor-Wochenendes in Italien geraten Lucijas bisherige Werte ins Wanken. Der Little Trouble Girls Kinostart markiert das Langfilmdebüt einer Regisseurin, die bereits den Europäischen Filmpreis gewann. Der Film verzichtet dabei bewusst auf gängige Klischees des Genres.

Zwischen Glaube und Begehren

Lucija ist introvertiert und behütet aufgewachsen. Die Welt der katholischen Schule bietet ihr Sicherheit, aber auch enge Grenzen. Als sie sich in Italien in einen Bauarbeiter verguckt, beginnt eine innere Zerreißprobe. Ana Maria fungiert dabei als Mentorin und Provokateurin zugleich. Lucija entdeckt durch sie ihre eigene Sexualität. Diese Tage im Sommer stellen nicht nur die Freundschaft der Mädchen infrage. Auch Lucias Glaube wird auf eine harte Probe gestellt. Die Regisseurin fängt diese Transformation mit großer Empathie ein. Man spürt förmlich die Hitze des Sommers und die wachsende Spannung zwischen den Protagonistinnen.

Eine Regisseurin mit preisgekröntem Blick

Urška Djukić hat sich bereits international einen Namen gemacht. Ihre Kurzfilme wurden auf zahlreichen Festivals gefeiert. In „Little Trouble Girls“ zeigt sie nun, dass sie auch die lange Form beherrscht. Ihr Stil ist geprägt von einer starken visuellen Sprache. Die Darstellerinnen, allen voran Jara Sofija Ostan und Mina Švajger, spielen ihre Rollen mit einer beeindruckenden Natürlichkeit. Es gelingt dem Film, das Thema des sexuellen Erwachens würdevoll zu behandeln. Er bleibt dabei stets nah an der Perspektive seiner jungen Heldinnen. Das sorgt für eine authentische Atmosphäre, die den Zuschauer unmittelbar berührt.

Ein Highlight für Liebhaber des europäischen Kinos

Slowenisches Kino bekommt selten so eine große Bühne. Doch dieser Film verdient jede Aufmerksamkeit. Er ist ein Plädoyer für Selbstbestimmung und den Mut, eigene Wege zu gehen. Die Spannungen im Mädchenchor dienen als Metapher für gesellschaftliche Erwartungen. Werden Lucija und Ana Maria einen gemeinsamen Weg finden? Die Antwort darauf gibt es ab Ende Januar auf der großen Leinwand. Der Film ist sowohl visuell als auch inhaltlich ein Genuss. Er regt zum Nachdenken über die eigene Jugend und die ersten großen Wendepunkte im Leben an. Sichern Sie sich Ihre Plätze für dieses außergewöhnliche Kinoerlebnis.

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