Verschwitzt, außer Atem und noch leicht gezeichnet von einer hartnäckigen Krankheit erreichte ich gestern Abend gerade noch rechtzeitig das Kölner E-Werk. In meiner Maisie Peters Köln Rezension blicke ich auf einen Abend zurück, der für mich beinahe schon vor dem ersten Ton gescheitert wäre. Wieder einmal machte die Bahn mir einen Strich durch die Rechnung, sodass ich den Support-Act Essence Martins fast komplett verpasste. Nur das letzte Lied der Künstlerin konnte ich noch miterleben, doch diese wenigen Minuten machten mich sofort neugierig auf mehr. Essence Martins landet nach diesem kurzen Eindruck definitiv auf meiner „Want to see live“-Liste für die Zukunft. Trotz des stressigen Starts und meiner angeschlagenen Gesundheit war die Vorfreude auf Maisie Peters im E-Werk ungebrochen. In der Einleitung ihrer Show wurde schnell klar, dass dieser Abend eine Brücke zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer musikalischen Zukunft schlagen sollte. Die Maisie Peters Köln Rezension hält fest: Diese Künstlerin schafft es, selbst die strapaziöseste Anreise vergessen zu machen.
Von Fan-Favoriten bis zum neuen Sound von „Fluorescent“
Die Britin eröffnete den Abend mit dem eingängigen „Love Him I Don’t“, was das Kölner Publikum sofort in Ekstase versetzte. Ihr Gesangsstil, der oft mit Größen wie Olivia Rodrigo oder Gracie Abrams verglichen wird, kam in der Akustik des E-Werks hervorragend zur Geltung. Besonders bei ihrem Hit „Lost the Breakup“ zeigte sich die enorme Textsicherheit ihrer „Superfans“. Doch die Setlist bot mehr als nur bekannte Radio-Hymnen. Peters nutzte den Abend intensiv, um Material ihres neuen Albums „Fluorescent“ zu präsentieren. Das Stück „Audrey Hepburn“ kristallisierte sich dabei schnell als absoluter Publikumsliebling heraus. Die Künstlerin betonte während der Show, wie wichtig es ihr sei, die gemeinsame Reise mit ihren Fans zu feiern. In einer Industrie, die oft nur das Neue priorisiert, wirkte diese Rückbesinnung auf ältere Songs sehr authentisch. Diese Maisie Peters Köln Rezension hält fest: Die musikalische Weiterentwicklung steht ihr ausgezeichnet.
Überraschungsgäste und emotionale Höhepunkte
Ein echtes Highlight des Abends war der Moment, als Peters ihre Freundin Gretta Ray auf die Bühne holte. Gemeinsam performten sie ein Medley aus „Say My Name in Your Sleep“ und dem Fleetwood-Mac-Klassiker „Silver Springs“. Diese Einlage sorgte für eine willkommene Abwechslung und unterstrich Peters’ künstlerisches Talent. Kurz darauf folgte mit „Volcano“ der erklärte Lieblingssong ihrer Band, bevor sie mit „Vampire Time“ sogar unveröffentlichtes Material präsentierte. Der Song „You You You“ vom neuen Album bildete einen der wenigen melancholischen Momente in einer ansonsten sehr lebhaften Show. Peters meisterte den Übergang von „John Hughes Movie“ zu „Two Weeks Ago“ gewohnt souverän. Trotz eines kleinen Textpatzers bei „There It Goes“ blieb die Verbindung zum Publikum ununterbrochen herzlich. Zum großen Finale verwandelte eine verlängerte Version von „My Regards“ inklusive Tanz-Outro das E-Werk in eine einzige Partyzone.
Kurz, knackig und voller Energie
Mit einer Spielzeit von knapp unter einer Stunde war das Konzert für Peters-Verhältnisse recht kurz geraten. Dies führte bei einigen Besuchern durchaus zu dem Gefühl, dass der Abend gerne noch etwas länger hätte dauern dürfen. Dennoch lieferte die Künstlerin jeden einzelnen Song mit einer beeindruckenden Energie und Überzeugungskraft ab. Die Diskussionen über ihre stimmliche Präsenz im Internet konnte sie gestern Abend eindrucksvoll entkräften. Maisie Peters wirkt wie eine Künstlerin, die ihren Platz in der sich ständig wandelnden Musikindustrie fest im Blick hat. Auch wenn sie sich klanglich noch weiterentwickelt, war dieser Abend ein echter Vorgeschmack auf die „neue“ Maisie Peters. Köln hat gestern eine Musikerin erlebt, die bereit ist für die ganz großen Bühnen der Welt. Das E-Werk bot dafür den perfekten, fast schon familiären Rahmen.
Alle Fotos (c) Jan Bonk
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