Wenn eine der markantesten Stimmen des britischen Indie-Rock die Bühne betritt, verwandelt sich jeder Club in einen Hexenkessel. Das gestrige Tom Meighan Konzert Köln im Artheater bewies eindrucksvoll, dass das „RAW“-Konzept des ehemaligen Kasabian-Frontmanns perfekt aufgeht. In der Einleitung der Show wurde schnell klar, dass Meighan nichts von seiner ansteckenden Bühnenpräsenz eingebüßt hat. Das Artheater bot für diesen Abend die ideale Kulisse, um die rohe Energie seiner Songs unmittelbar auf das Publikum zu übertragen. Marek Johnson eröffnete den Abend pünktlich um 20:00 Uhr und zog die Zuschauer mit seinen atmosphärischen Klängen gekonnt in seinen Bann. Als um 20:45 Uhr Tom Meighan die Bühne betrat, war das Haus zwar nicht restlos ausverkauft, aber sehr gut gefüllt und voller Erwartung. Das Tom Meighan Konzert Köln bot eine hochemotionale Reise durch seine Karriere, von alten Band-Klassikern bis hin zu neuem Solomaterial. Meighan agierte wie ein erfahrener Chorleiter und machte jeden Refrain zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis. Es war eine Show, die zeigte, dass echte Rock-Hymnen keinen elektronischen Ballast brauchen, um ihre volle Wucht zu entfalten.
Akustische Wucht: Kasabian-Hits ohne Netz und doppelten Boden
Tom Meighan startete sein Set mit dem selten gespielten „Fast Fuse“ und hatte die Fans sofort auf seiner Seite. Es folgten Hits wie „Days Are Forgotten“ und das hymnische „L.S.F.“, die für ordentlich Bewegung im Artheater sorgten. Besonders seine Solo-Single „Better Life“ aus dem Jahr 2025 stach hervor und bewies sein Händchen für zeitlose Melodien. Meighan erzählte zwischendurch Anekdoten über Aufnahmen mit Keith Flint von The Prodigy und sorgte für viele Lacher im Publikum. Trotz seiner bewegten Vergangenheit wirkte er in Ehrenfeld geerdet, nüchtern und absolut fokussiert auf die Musik. Die Energie der Songs zwang das Publikum förmlich zum Mitmachen, was die Temperatur im Club schnell steigen ließ.
Fazit: Ein Frontmann in Bestform
Der Abend gipfelte in einem brachialen Finale aus „Club Foot“ und „Fire“, bei dem das Artheater endgültig bebte. Es wurde deutlich: Egal wie viele Plätze frei bleiben, Tom Meighan nimmt den Raum komplett für sich ein. Die „RAW“-Show war ehrlich, laut und ungeschönt – genau das, was die Fans an ihm lieben. Meighan hat bewiesen, dass er das entscheidende Etwas der alten Kasabian-Tage mitgenommen hat. Er ist und bleibt ein geborener Entertainer, der von der direkten Energie seines Publikums lebt. Wer gestern dabei war, hat einen der authentischsten Rock-Abende des Frühjahrs erlebt.
Alle Fotos (c) JB der laufende Fotograf
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