Die Indie-Welt horcht auf, denn das Courtney Barnett neues Album wirft seine hellen Schatten voraus. Mit den beiden brandneuen Songs „Mantis“ und „Sugar Plum“ gewährt die australische Ausnahmekünstlerin weitere Einblicke in ihr kommendes Werk. Das vierte Studioalbum trägt den Titel „Creature Of Habit“ und wird offiziell am 27. März 2026 veröffentlicht. Fans weltweit haben diesen Termin bereits fest im Blick. Nach ihrem Umzug von Melbourne nach Los Angeles schlägt Barnett hier ein völlig neues Kapitel auf. Das Courtney Barnett neues Album reflektiert dabei eine Phase des Umbruchs und der persönlichen Neufindung. Inmitten von Veränderungen am eigenen Label und der neuen Umgebung entstanden Songs von seltener Klarheit. Die Vorabsingles zeigen eine Künstlerin, die trotz aller Selbstzweifel ihren optimistischen Kern gefunden hat. Wer ihren bisherigen Weg verfolgt hat, wird von der neuen Dringlichkeit ihrer Gitarrenklänge begeistert sein.
Inspiration durch die Natur: Die Geschichte hinter „Mantis“
Einer der zentralen Tracks auf dem neuen Longplayer ist ohne Zweifel das Stück „Mantis“. Courtney beschreibt den Song als das mikrokosmische Herzstück der gesamten Platte. Die Inspiration kam in einem Moment der kreativen Blockade in ihrer Küche in der Wüste. Eine kleine grüne Gottesanbeterin am Türrahmen wurde für sie zum entscheidenden Zeichen des Universums. Nach einer kurzen Recherche stand fest: Das Insekt symbolisiert Geduld, Ausdauer und Orientierung. Diese Attribute halfen ihr, den Weg durch den Schreibprozess des Albums zu finden. Die Gitarren in diesem Song klingen hell und dringlich zugleich. Es ist ein Moment der Erleuchtung, den sie in einen packenden Refrain verwandelt hat. Solche Vignetten des Alltags machen ihre Texte seit jeher so fesselnd und nahbar.
Emotionale Tiefe und strahlender Optimismus
Neben „Mantis“ überzeugt auch der zweite neue Track „Sugar Plum“ durch seine emotionale Strahlkraft. Das Lied thematisiert den lebenslangen Kampf gegen die eigenen Selbstzweifel. Doch im Gegensatz zu früheren, oft melancholischeren Stücken, siegt hier am Ende das Staunen. Barnett stellt sich die zentrale Frage, wie man sich nicht länger selbst im Weg steht. Sie möchte das Leben endlich wieder in seiner vollen Intensität spüren. Dieser Prozess der Heilung zieht sich durch das gesamte Album „Creature Of Habit“. Entstanden ist das Werk unter dem Eindruck großer beruflicher Veränderungen. Die Schließung ihres Labels Milk! Records war ein einschneidendes Erlebnis. Doch anstatt aufzugeben, floss diese Verwirrung direkt in die neuen Aufnahmen ein.
Ein neues Kapitel in einer beeindruckenden Karriere
Courtney Barnetts Weg zum Mainstream-Erfolg begann 2013 mit ihrer Doppel-EP. Ihr Debütalbum von 2015 sicherte ihr bereits eine Grammy-Nominierung und weltweite Anerkennung. Sie gilt heute als eine der versiertesten Texterinnen und Gitarristinnen ihrer Generation. Ob in der Zusammenarbeit mit Kurt Vile oder auf ihrem politischen Zweitwerk – sie blieb sich immer treu. Mit „Things Take Time, Take Time“ machte sie 2021 einen weiteren großen künstlerischen Schritt. Das neue Album „Creature Of Habit“ markiert nun die nächste Evolutionsstufe. Die Zusammenarbeit mit Stella Mozgawa und Einflüsse von Kolleginnen wie Waxahatchee bereichern ihren Sound spürbar. Barnett klingt heute so melodisch und strahlend wie nie zuvor in ihrer Laufbahn.










