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Against The Current Köln: 15 Jahre Power im ausverkauften Club Volta

Es ist ein verregneter Samstagabend in Köln, doch die Stimmung vor dem Club Volta könnte nicht besser sein. Trotz der fast schon traditionellen Verspätung der Deutschen Bahn haben es die Fans rechtzeitig geschafft, um gemeinsam mit der Band ein besonderes Jubiläum zu feiern. Das heutige Against The Current Köln Konzert markiert stolze 15 Jahre Bandgeschichte. Was einst in Poughkeepsie als YouTube-Phänomen begann, hat sich zu einer festen Größe im Pop-Punk entwickelt. Der Club Volta ist bis auf den letzten Platz besetzt, und die Vorfreude auf Chrissy Costanza, Dan Gow und Will Ferri ist förmlich greifbar. Ohne Vorband geht es direkt in die Vollen, und das Publikum verwandelt den Raum sofort in einen energiegeladenen Moshpit. Ein Against The Current Köln Auftritt im Jahr 2026 zeigt eindrucksvoll, dass diese Band heute besser klingt als je zuvor.

Ein Setlist-Mix aus Nostalgie und Unabhängigkeit

Die Show im Club Volta startete ohne Umschweife mit dem Kracher „Talk“. Sofort war klar: Die Fans sind textsicher und bereit für eine emotionale Achterbahnfahrt. Die Band wirbelt zum Jubiläum ihre Setlist ordentlich durcheinander und bringt Perlen zurück, die man lange nicht live gehört hat. Besonders emotional wurde es, als Chrissy über die neu gewonnene Freiheit der Band sprach. Seit dem Ausstieg aus ihrem Label im Jahr 2022 agieren sie unabhängig. „blindfolded“ wurde in diesem Zusammenhang als erster Song ihrer Freiheit besonders lautstark gefeiert. Die Mischung aus harten Drums von Will Ferri und der unvergleichlichen Bühnenpräsenz von Chrissy sorgte für eine elektrische Atmosphäre. Jeder Song, von „Paralyzed“ bis „Blood Like Gasoline“, wurde zu einem kollektiven Mitsing-Moment.

Akustische Momente und League of Legends Hymnen

In der Mitte des Sets gönnte die Band dem Publikum eine kurze Atempause, zumindest musikalisch. Die akustischen Versionen von „Infinity“ und „Fireproof“ zeigten die beeindruckende stimmliche Kontrolle von Costanza. Doch die Ruhe hielt nicht lange an, denn die Rückkehr von „Outsiders“ in voller Bandbesetzung riss die Menge wieder mit. Es war das erste Mal seit 2018, dass dieser Song in diesem Arrangement gespielt wurde – ein echtes Geschenk an die Langzeit-Fans. Natürlich durfte auch der globale Hit „Legends Never Die“ nicht fehlen. Der Song, der durch League of Legends Weltruhm erlangte, brachte den Club Volta endgültig zum Kochen. Crowd-Surfer rollten im Sekundentakt Richtung Bühne, während die Security alle Hände voll zu tun hatte.

Ein Wiedersehen mit der „Ganz großen Liebe“

Der Abend fühlte sich weniger wie ein normaler Tourstopp an, sondern eher wie ein Klassentreffen alter Freunde. Die Band erzählte humorvoll von ihren Touren und ihrer Vorliebe für europäische Eigenheiten. Gegen Ende der 21 Songs umfassenden Setlist wurde mit „Gravity“ und dem finalen „weapon“ noch einmal alles gegeben. Es gab keine künstlichen Zugaben-Pausen, sondern pure, ehrliche Musik am Stück. Das hervorragende Soundsystem des Club Volta brachte die Nuancen von Dan Gows Gitarrenspiel perfekt zur Geltung. Nach 15 Jahren wirken Against The Current keinesfalls müde. Im Gegenteil: Die Unabhängigkeit scheint ihnen Flügel verliehen zu haben. Wer diesen Abend miterlebt hat, weiß, dass diese Band eigentlich in die ganz großen Stadien gehört.

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