Am heutigen 20. März setzt die in Berlin lebende iranische Künstlerin und Aktivistin ein mutiges musikalisches Ausrufezeichen. Die Faravaz neue Single Butterfly erscheint pünktlich als Vorbote zum diesjährigen Trans Visibility Day am 31. März. Das Projekt ist weit mehr als nur ein Song; es ist eine kollektive Hymne, die in Zusammenarbeit mit rund 15 FLINTA*-Sängerinnen entstanden ist. In der Einleitung dieses ambitionierten Werks wird deutlich, dass die Faravaz neue Single Butterfly ein Raum der Zugehörigkeit für jene sein soll, deren Existenz weltweit bedroht ist. Gemeinsam mit den D-Dur Dykes, dem größten FLINTA*-Chor Europas, schafft Faravaz ein Klangbild der Solidarität. Musikalisch verbindet der Track tanzbare Beats mit einer emotionalen Tiefe, die unter die Haut geht. Es ist ein Aufruf zum Überleben und zur kollektiven Stärke in Systemen, die versuchen, marginalisierte Stimmen auszulöschen.
Ein Kollektiv für die Freiheit: Die Mitwirkenden der Butterfly EP
Die Liste der beteiligten Künstlerinnen liest sich wie ein Who-is-Who der progressiven Musikszene. Neben Faravaz selbst haben Größen wie Jennifer Weist (Yaenniver), Mine, Sookee und viele weitere an diesem Projekt mitgewirkt. Fast alle Beteiligten identifizieren sich als queer oder FLINTA*, was den authentischen Geist der EP unterstreicht. Die „Butterfly“ EP umfasst neben dem Haupttrack auch eine Acoustic Version, ein Instrumental sowie einen Remix. Diese Vielfalt erlaubt es, die Botschaft auf unterschiedlichen Ebenen zu rezipieren – von der lyrischen Intimität bis hin zum tanzbaren Widerstand. Faravaz nutzt ihre Plattform bewusst, um auf die Kriminalisierung von queeren Identitäten in 64 Ländern aufmerksam zu machen. In Ländern wie ihrer Heimat Iran ist die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen teils noch immer bittere Realität.
Faravaz: Eine Stimme des Widerstands aus Berlin
Die Biografie von Faravaz Farvardin ist untrennbar mit ihrem künstlerischen Schaffen verbunden. Geboren 1990 in Teheran, musste sie unter restriktiven Bedingungen aufwachsen, in denen Frauen das solistische Singen untersagt war. Ihr Weg führte sie über die Underground-Szene und eine Verhaftung schließlich ins Exil nach Berlin. Hier verbindet sie heute Alternative Pop mit orientalischen Einflüssen und politischem Aktivismus. Als Gründerin des Vereins „The Right to Sing e.V.“ kämpft sie unermüdlich für das Recht auf künstlerischen Ausdruck. Ihr Debütalbum „Azadi“ aus dem Jahr 2025 sowie der Dokumentarfilm „My Orange Garden“ haben sie bereits international bekannt gemacht. Mit der neuen Single knüpft sie an diesen Erfolg an und gibt der trans- und gender-diversen Community eine weltweit hörbare Stimme.

Musikvideo und Trans Visibility Day
Während die EP bereits heute digital verfügbar ist, folgt ein weiterer Höhepunkt am 30. März. An diesem Tag wird das offizielle Musikvideo unter der Regie von Kerstin Polte veröffentlicht. Die Veröffentlichung kurz vor dem Trans Visibility Day ist ein strategisch gewähltes Zeichen für globale feministische Kämpfe. Faravaz erinnert uns daran, dass Stimmen auch in Systemen der Angst weiterhin aufsteigen und sich verbinden können. Die „Butterfly“ EP lädt dazu ein, Teil dieser musikalischen Gemeinschaft zu werden und Grenzen zu überschreiten. Es ist eine Einladung zur Bewegung, zur Reflexion und vor allem zur unübersehbaren Sichtbarkeit.
Die Details zur Veröffentlichung:
- Release Single & EP: 20. März 2026
- Musikvideo-Premiere: 30. März 2026
- Anlass: Trans Visibility Day (31.03.)
- Beteiligte: Jennifer Weist, Mine, Sookee, D-Dur Dykes u.v.m.
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