Die Anreise zum gestrigen Konzert im Carlswerk Victoria war eine echte Zerreißprobe. Trotz der drastischen Verspätung der Deutschen Bahn, die mich ordentlich Nerven kostete, war mein Timing am Ende eine absolute Punktlandung. Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig in die Location, um den Support-Act, die zauberhafte Carter Faith, in voller Pracht zu erleben. Begleitet von einem Keyboarder und einem Gitarristen heizte sie dem Kölner Publikum ordentlich ein. Mit ihrer romantisch angehauchten Setlist, die Songs wie „Cherry Valley“ und „If I Had Never Lost My Mind“ umfasste, schuf sie eine stimmige Atmosphäre. Für mich war dieser Auftritt die perfekte Vorbereitung auf die Hauptattraktion des Abends.
Wenn die Spannung greifbar wird
Kurz nach 20 Uhr passierte es dann endlich: Die ersten Töne von „About You“ von BigXthaPlug erklangen – eine bewusste Anspielung auf Tuckers frühere Kooperation. In diesem Moment wusste jeder im Saal, dass es nur noch Sekunden dauern würde. Das Licht wurde gedimmt, die Musiker nahmen ihre Plätze ein und dann erschien Tucker Wetmore unter tosendem Applaus auf der Bühne. Mit seinem ersten Song „Proving Me Right“ riss er uns sofort mit. Schon nach den ersten Akkorden war klar: Das wird ein grandioser Abend in Köln, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Eine Stimme, die unter die Haut geht
Was Tucker Wetmore auf der Bühne ablieferte, war moderner Country auf höchstem Niveau. Seine Setlist bot eine perfekte Mischung aus energiegeladenen Hits wie „Wine Into Whiskey“ und tiefgründigen, intimen Momenten. Besonders die Akustik-Sektion mit Titeln wie „Casino“ und „You, Honey“ zeigte seine gefühlvolle Seite. Tucker überzeugt live mit einer unglaublich charismatischen Bühnenpräsenz und einer markanten „Whiskey-Stimme“, die punktgenau nach Herzschmerz und grenzenloser Freiheit klingt. Auch die eingestreuten Cover-Songs von Gavin DeGraw oder Tim McGraw zeigten seine enorme Vielseitigkeit und hielten die Energie im Carlswerk Victoria konstant auf dem Siedepunkt.
Danke für dieses Erlebnis
Es war beeindruckend zu sehen, wie nahbar und authentisch sich Tucker Wetmore seinen Fans gegenüber zeigte. Er ist ohne Zweifel ein aufstrebender Star, dem die ganz großen Bühnen noch bevorstehen. Ein ganz besonderer Dank geht am Ende dieses Abends an Semmel Concerts für die immer wieder gefeierte Reihe „Sound of Nashville“. Danke, dass ihr uns Country-Fans in Deutschland regelmäßig die Möglichkeit gebt, die Stars der Szene so hautnah, authentisch und live zu erleben.
Alle Fotos JB der laufende Fotograf
Unsere anderen Konzert-Highlights




















































