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All Time Low im Palladium Köln: Ein Abend voller Herz, Schweiß und Pop-Punk-Nostalgie

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Wenn das Palladium zum Wohnzimmer wird All Time Low Köln

Gestern war einer dieser Abende, für die wir Live-Musik lieben. Die Luft im Kölner Palladium war schon vor dem ersten Ton elektrisch geladen. Wir versammelten sich dort für die „Everyone’s Talking!“ World Tour von All Time Low in Köln. Es fühlte sich weniger wie ein normales Konzert an, sondern eher wie ein riesiges Klassentreffen. Über 22 Jahre Bandgeschichte standen gestern im Fokus. Drei Bands, die unser Genre geprägt haben, teilten sich die Bühne. Jan und ich standen in der Menge und wussten: Das wird legendär. Die Auswahl der Vorbands war perfekt auf die Fans abgestimmt.

Ein energiegeladener Start mit Taylor Acorn

Den Anfang machte um exakt 19:00 Uhr die fantastische Taylor Acorn. Sie hat eine unglaubliche Reise hinter sich. Ursprünglich startete sie in der Country-Szene von Nashville. Doch gestern bewies sie, dass ihr Herz für den Pop-Punk schlägt. Ihre Songs sind angenehm direkt und handwerklich hervorragend. Als sie „Burning House“ anstimmte, gingen im ganzen Palladium die Lichter an. Es war ein magischer Moment der Ruhe vor dem Sturm. Taylor wirkte auf der Bühne extrem nahbar. Sie winkte einzelnen Fans in der ersten Reihe zu. Das sorgte sofort für eine sehr persönliche Atmosphäre. Jeder in der Halle spürte ihre Leidenschaft.

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Mayday Parade: Emo-Klassiker zum Mitsingen

Um 20:00 Uhr übernahmen dann Mayday Parade das Ruder. Derek Sanders betrat die Bühne und die Stimmung kippte sofort in wohlige Nostalgie. Die Band feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Man merkt den Jungs an, dass sie echte Freunde sind. Ihre Interaktionen auf der Bühne waren unglaublich charmant und lustig. Wir wurden daran erinnert, freundlich zueinander zu sein. Das ist die Botschaft, die diese Szene so besonders macht. Bei „Piece Of Your Heart“ wurde es kurzzeitig etwas ruhiger. Doch bei „Black Cat“ und dem Finale „Jamie All Over“ explodierte die Halle förmlich. Die Texte sind teilweise echte Zungenbrecher. Aber das hielt niemanden davon ab, lauthals mitzuschreien.

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Der Hauptact: All Time Low live in Köln

Um Punkt 21:00 Uhr wurde es dunkel. Die Spannung im Palladium war fast greifbar. Die Show begann mit einem witzigen Intro-Video. Es war im Stil einer alten TV-Show gestaltet. Alex Gaskarth kam zuerst alleine mit einer Akustikgitarre heraus. Er sang „[cold open]“ vom neuen Album. Die Zeile „just sit back and enjoy the show“ war die perfekte Einladung. Als der Rest der Band dazukam, gab es kein Halten mehr. Mit „Oh No!“ und „SUCKERPUNCH“ starteten sie voll durch. Die Bühne sah aus wie ein farbenfrohes Retro-Talkshow-Set. Es passte perfekt zur positiven Energie der Band.

Eine Setlist für jede Fan-Generation

Was mich gestern am meisten beeindruckt hat, war die Vielfalt der Songs. All Time Low bedienten wirklich jede Ära ihrer langen Karriere. Wir hörten die großen Hymnen wie „Weightless“ und „Monsters“. Aber auch tiefere Schätze wie „Dirty Laundry“ oder „Sleepwalking“ fanden ihren Platz. Ein absolutes Highlight war die Performance von „Remembering Sunday“. Dass Taylor Acorn für diesen Song zurück auf die Bühne kam, war Gänsehaut pur. Die Stimmen von Alex und Taylor harmonierten einfach perfekt. Man konnte die Tränen in den Augen einiger Fans sehen. Es war ein Moment absoluter Verbundenheit.

Chemie und Chaos auf der Bühne

Die Verbindung zwischen den Bandmitgliedern ist nach all den Jahren immer noch einzigartig. Alex Gaskarth und Jack Barakat sind wie ein eingespieltes Comedy-Duo. Ihre Witze zwischen den Songs wirkten nie einstudiert. Jack neckte Rian Dawson am Schlagzeug so lange, bis fast ein Drumstick flog. Alex erzählte von seiner Liebe zum UK und seinen Wurzeln. Er forderte uns auf, lokale Musiker zu unterstützen. Das wirkte sehr aufrichtig und bodenständig. Trotz des riesigen Erfolgs sind sie sich treu geblieben. Sie nahmen sich Zeit, um mit dem Publikum zu interagieren. Das macht den Unterschied zu vielen anderen Arena-Shows aus.

Spontane Momente und pure Energie

Es gab gestern auch völlig ungeplante Augenblicke. Die Band spielte plötzlich Cover-Versionen von Journey und A Day To Remember. Sie taten das einfach aus einer Laune heraus. Das zeigt, wie talentiert diese Musiker wirklich sind. Das Publikum im Palladium war ebenfalls in Topform. Wir kletterten bei „Something’s Gotta Give“ gegenseitig auf die Schultern. Die Moshpits waren wild, aber immer respektvoll. Jeder achtete auf den anderen. Bei „Glitter & Crimson“ leuchtete die ganze Halle erneut. Es war ein schöner Kontrast zu den härteren Passagen des Abends. Alex zeigte bei „Hate This Song“ sogar seine härtere Seite mit Shouts.

Ein Finale mit wehenden Giganten

Zum krönenden Abschluss durfte „Dear Maria, Count Me In“ nicht fehlen. Vier riesige, bunte Luftschläuche tanzten am Bühnenrand. Die Energie war auf dem absoluten Siedepunkt. Alex schnappte sich ein Foto von einem Fan aus der Menge. Er blieb nach dem letzten Ton noch lange auf der Bühne. Er warf Plektren und Setlisten in die Menge. Man merkte ihm an, dass er diesen Moment nicht beenden wollte. All Time Low haben gestern bewiesen, dass sie immer noch zur Spitze gehören. Sie sind eine Band, die ihre Fans wirklich liebt. Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst.

Alle Fotos Copyright Jan Bonk

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