Das Camp KitschKrieg meldet sich mit gewaltiger Energie zurück. Mit der neuen Single „Big Dick Energy“ liefert Baran Kok KitschKrieg ZWEI einen ersten Vorgeschmack auf das mit Spannung erwartete Album. Für das Berliner Produzenten-Trio Fizzle und Fiji Kris war Veränderung in den letzten Jahren die einzige Konstante. Nach Platin-Erfolgen und Kooperationen mit Legenden wie Nena oder Bonez zogen sie 2023 in die USA. Dort arbeiteten sie mit Größen wie Future zusammen, verloren aber nie ihre Berliner Vision aus den Augen. Das Ergebnis ist der Sound von Baran Kok KitschKrieg ZWEI: Eine konsequente Überführung des klassischen KK-Vibes in ein elektronisches Rave-Format.
Vom Hip-Hop zum Rave: Ein konsequenter Wandel
KitschKrieg gehen nun offiziell raven. Der elektronische Entwurf des neuen Albums speist sich aus Einflüssen von Kraftwerk bis hin zu britischen Future-Retro-Rave-Breaks. Dennoch bleiben die Trademark-Elemente erhalten: die düsteren Moll-Synths, der Kontrast aus melancholischen Chords und harten Drums sowie die radikal verdichtete Punchline-Poesie. In KitschKrieg ZWEI treffen diese Architekten des deutschen Sounds auf eine junge Generation von Künstler*innen, die mit Hits wie „Standard“ oder „Unterwegs“ sozialisiert wurden. Diese Kollaboration erschafft einen „Pop in neu“, der sich bewusst gegen die Formeln der aktuellen Musikindustrie stellt.
Zwischenmenschlichkeit und Ambivalenz
Inhaltlich widmet sich das Werk der komplexen Ambivalenz menschlicher Beziehungen. Die zwölf Songs plus Intro behandeln die Hitze des Augenblicks ebenso wie die emotionale Kälte unserer Zeit. Das Album ist dabei wie ein DJ-Mix konzipiert, in dem die einzelnen Tracks fast zwangsläufig ineinanderfließen. Es gibt überraschende Kombinationen und bewusst inszenierte Solo-Songs, die alle von gegenseitigem Vertrauen getragen werden. Den finalen Höhepunkt bildet eine Kollaboration von Blumengarten und Shirin David, die das Album mit der klaren Botschaft „Du bist gut genug“ auflöst.
Ein Visual Album als Kunstexperiment
Zusätzlich zur Musik erscheint das Projekt als Visual Album. Es handelt sich um einen durchgehenden Performance-Film, der wie ein stilisierter Rave für die Kamera wirkt. Im Zentrum steht das legendäre Killasan Soundsystem, das bereits aus der Berliner König Galerie bekannt ist. Dieses Soundsystem verkörpert für KitschKrieg die Seele elektronischer Clubmusik. In Zusammenarbeit mit dem Designer Clemens Löffelholz wurde ein Setting geschaffen, das minimalistisch und zugleich maximal beeindruckend ist. Hier kommen Künstler*innen unterschiedlichster Hintergründe zusammen, um losgelöst von Ego und Politics an einem übergeordneten Ganzen zu arbeiten.
Fazit: Berlin ist zurück auf dem Dancefloor
KitschKrieg ZWEI markiert eine Rückkehr zu den Wurzeln bei gleichzeitigem Blick weit nach vorn. Es ist eine Haltung, die Kollaboration als höchstes Prinzip begreift und die Essenz guter Kunst in der Reduktion sucht. Mit Baran Kok und der Single „Big Dick Energy“ wird klar, dass KitschKrieg bereit sind, die nächste Stufe ihrer Evolution zu zünden. Der Funke ist gelegt – nun brennt das Feuer auf den Dancefloors.
Auf einen Blick
- Projekt: KitschKrieg ZWEI
- Künstler: KitschKrieg & Baran Kok
- Single: „Big Dick Energy“
- Stil: Elektronischer Sound, Future-Retro-Rave, Four-to-the-floor
- Besonderheit: Visual Album mit dem Killasan Soundsystem
Dieser Artikel wurde von JB für Mikro & Manuskript verfasst. Informationen basieren auf offiziellen Pressemitteilungen von Sony Music















