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Jade E-Werk Köln Konzert: Wenn aus einem Pop-Star eine Ikone wird

JADE Thats Showbiz Baby Tour

Der Frühling ist Anfang März endlich ausgebrochen und man sieht nicht nur vereinzelte Blumen aus dem Boden sprießen. Genauso hatte ich das Gefühl, als ich heute das Jade E-Werk Köln Konzert besuchte. Aus fast jeder Boys- oder Girlgroup versuchen einige Mitglieder eine Solokarriere zu starten, doch nur wenigen gelingt dieser Sprung wirklich dauerhaft. Nach dem heutigen Auftritt von Jade, die ich schon öfter bei Little Mix Konzerten gesehen und fotografiert habe, bin ich mir sicher: Sie hat das Potenzial, es ganz nach oben zu schaffen. Mit ihrem Debütalbum „That’s Showbiz Baby!“ im Gepäck lieferte sie eine Show ab, die das E-Werk in ein funkelndes Pop-Universum verwandelte. Das Jade E-Werk Köln Konzert war ein Meisterwerk aus Spektakel, Camp und technischer Perfektion. Jade bewies eindrucksvoll, dass sie die Arena-Erfahrung ihrer Vergangenheit perfekt auf die intimeren, aber ebenso energetischen Solo-Bühnen übertragen kann.

Ein fulminanter Auftakt zwischen Glamour und Camp

Der Abend begann mit einer donnernden Ouvertüre, die eher an ein West-End-Musical als an ein klassisches Popkonzert erinnerte. Als Jade in einem funkelnden, paillettenbesetzten Outfit die Bühne betrat, gab es für die Fans kein Halten mehr. Mit der explosiven Single „FUFN (Fuck You For Now)“ setzte sie sofort ein Statement für ihre neue Ära. Die Produktion war eine gelungene Mischung aus Old-Hollywood-Glamour und einer bunten Pop-Fantasie. Besonders beeindruckend war die Choreografie, die das gesamte Set über nahezu perfekt mit ihrem Live-Gesang harmonierte. Jade wirkte gelöst, kraftvoll und absolut sicher in ihrer neuen Rolle als alleinige Frontfrau. Es war spürbar, dass sie die kreative Autonomie genießt, die ihr das neue Album ermöglicht hat.

Emotionale Nähe und überraschende Momente

Ein absolutes Highlight war die Performance von „IT GIRL“, einer Hymne auf die Neuerfindung und das Selbstvertrauen. Doch Jade beließ es nicht bei der großen Bühne. Kurz darauf überraschte sie das Kölner Publikum, indem sie plötzlich im oberen Bereich des E-Werks auftauchte. Dort performte sie die emotionale Ballade „Silent Disco“. Inmitten der Menge wirkte sie verletzlich und nahbar, während sie über Intimität in einem überfüllten Raum sang. Dieser Moment sorgte für kollektive Gänsehaut und zeigte ihre stimmliche Brillanz abseits der lauten Beats. Es ist genau diese Mischung aus Show-Girl und ehrlicher Künstlerin, die sie so besonders macht. Die Fans, von denen viele in Engelsflügeln oder nachgestalteten Outfits erschienen waren, feierten jedes Wort.

Das große Finale: Engel mit Ecken und Kanten

Nach einem energiegeladenen Set kehrte Jade für die Zugabe dorthin zurück, wo ihre Solo-Reise begann. Inmitten von dichtem Nebel und mit ihren mittlerweile legendären Engelsflügeln performte sie ihren Chart-Stürmer „Angel Of My Dreams“. Der Song ist eine Reflexion über die Höhen und Tiefen der Musikindustrie – ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch den Abend zog. Mit Pfeilen in der Brust und einer hochdramatischen Inszenierung zeigte sie, was es bedeutet, ein echter Popstar im Jahr 2026 zu sein. Die Intensität war fast greifbar, als sie das Set mit einem Lächeln und einer tiefen Verbeugung beendete. Jade hat heute in Köln bewiesen, dass sie nicht nur die Vergangenheit von Pop verkörpert, sondern auch dessen Zukunft maßgeblich mitgestalten wird.

Weitere Tourtermine

  • 12.03.2026: Zürich – X-TRA
  • 16.03.2026: Berlin – Columbiahalle
  • 18.03.2026: Hamburg – Große Freiheit 36
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