Es ist so gut wie unmöglich, über das bewusst provokante, hyperfeminine Genre Bimbocore zu sprechen, ohne dabei den Namen Scene Queen in den Mund zu nehmen. Die US-amerikanische Metal-Sängerin ist die treibende Kraft dieser schillernden Soundwelt, die harten Metalcore mit Elementen der 2000er-Emo-Kultur sowie einer absolut ironisch zu interpretierenden Mischung aus Internet-Humor und stereotypisch-femininen Bildern kombiniert. Wer diese energiegeladene Performance selbst erleben möchte, hat bald die perfekte Gelegenheit dazu, denn Scene Queen im Juni wird die deutschen Clubbühnen komplett zum Beben bringen.
Schon früh kam Hannah Rose Collins, wie Scene Queen mit bürgerlichem Namen heißt, als leidenschaftlicher Fan mit der Metal- und Hardcore-Szene in Berührung. Dabei lernte sie schnell, dass Frauen in vielen Bereichen des Genres oft nicht ernst genommen oder stark sexualisiert werden. Sie beschloss daher, mit ihrer Kunst vom ersten Tag an den Finger in genau diese Wunde zu legen. Schnell entwickelte sie sich zu einem pinkglitzernden Y2K-Stern am Metal-Himmel. Ihr Ziel ist es, Dinge wie die klassische Barbie-Ästhetik und Glitzerglamour von spöttischen Genrekollegen zurückzuerobern. Sie besetzt diese Charakteristika im Umkehrschluss mit echtem Female Empowerment und spürbarer Stärke.
Zwischen Glitzer-Ästhetik und tiefgründigen Botschaften
Neben dem auffälligen Äußeren sind es vor allem die wortstarken Lyrics, welche die Kunst von Scene Queen so einzigartig machen. Die Musikerin spricht in ihren Texten offen über Feminismus und Selbstermächtigung. Auch sensible Themen wie mentale Gesundheit, Bipolarität und ADHS finden in ihren Songs einen festen Platz. Diese ehrliche und direkte Art schafft eine tiefe Verbindung zu ihren Fans weltweit.
Im Jahr 2022 führte Scene Queen, die zuvor bereits unter einem anderen Namen musikalisch tätig war, mit ihrer bahnbrechenden Debüt-EP „Bimbocore“ ihren markanten Genrebegriff erstmals ein. Mit viralen Tracks wie „Pink Panther“ oder „Pink Rover“ landete sie prompt internationale Erfolge. Sie gilt heute als eine der wichtigsten Vertreterinnen der modernen TikTok-Generation des Metal- und Emo-Genres. Nur ein Jahr nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP gewann sie den Heavy Music Award in der Kategorie „Best International Breakthrough Artist“.
Das Debütalbum und die explosive Live-Energie
Im Jahr 2024 erschien mit „Hot Singles In Your Area“ das mit Spannung erwartete erste Album der Künstlerin. Das Werk dreht sich intensiv um die Idee, die eigene Sexualität selbstbestimmt zu entdecken und erfolgreich zurückzuerobern. Das alles geschieht trotz der ernsten Inhalte immer mit einer humorvollen, bissigen Note. Diese Machart macht schnell klar, dass man sich vom Barbie-haften Äußeren der Sängerin besser nicht täuschen lassen sollte.
Die Live-Shows der Künstlerin präsentieren sich ähnlich überdreht, laut und vielschichtig wie ihre gesamte Studiokunst. Die Konzerte sind irgendwo zwischen wilder Party, Comedy-Einlage und harten Metalcore-Shows anzusiedeln. Sie ziehen in der Regel vor allem ein buntes, queeres und weibliches Publikum an. Die Atmosphäre bei den Auftritten gilt als extrem empowernd, sicher und absolut einzigartig.
Neben ihren großen Auftritten beim Hurricane und Southside Festival ist Scene Queen im Juni hierzulande auch bei drei exklusiven Clubshows hautnah live zu erleben. Fans sollten sich beeilen, um eines der begehrten Tickets für diese energiegeladene Konzertreise zu ergattern.
Die Deutschland-Termine im Überblick:
- 15.06.2026 – Dresden, Puschkin
- 19.06.2026 – Berlin, Hole44
- 22.06.2026 – Frankfurt, Zoom (Kantine)





















