Alle treuen Musikfans, welche meine regelmäßigen Berichte verfolgen, wissen verständlicherweise ganz genau um meine massiven Probleme bei der Anreise zu verschiedenen Hallen. Am heutigen Abend stand eine absolut fantastische Show auf meinem Zettel, auf die ich mich schon seit Wochen riesig gefreut hatte. Das mit Spannung erwartete Ereignis Yonaka Bürgerhaus Stollwerck Köln versprach ein echtes Highlight im gut gefüllten Terminkalender des aktuellen Konzertjahres zu werden. Ich wollte heute in der beliebten Location unbedingt die Formation Overgrown und auch die Band Artio zum ersten Mal live erleben. Ich brannte förmlich darauf, mir endlich ein eigenes Bild von dem Opener und dem Support-Act machen zu können. Alles von ihnen bisher Gehörte war schließlich einfach grandios und klang nach einer perfekten Einstimmung auf den restlichen Abend.
Obwohl ich extra eine volle halbe Stunde früher von zu Hause losgefahren bin, hörte ich am Ende leider keine einzige Note dieser Bands. Der Deutschen Bahn sei Dank – und natürlich dem National Express, da die DB die Schuld ja ohnehin immer elegant von sich weist. Die verpassten Vorbands waren extrem ärgerlich, doch die Vorfreude auf das Event Yonaka Bürgerhaus Stollwerck Köln konnte mir diese Odyssee nicht verderben. Gott sei Dank schaffte ich es gerade noch rechtzeitig zum sehnsüchtig erwarteten Auftritt des genialen Trios aus Brighton in die Halle. Ich konnte somit direkt das allererste Lied auf der heutigen Setlist auf den Punkt genau in vollen Zügen genießen.
Der furiose Start einer energiegeladenen Performance und die emotionale Erlösung beim allerersten gespielten Ton
Die Musiker eröffneten ihre energiegeladene Show mit dem absoluten Kracher „Eat You Alive“ aus ihrem aktuellen Studioalbum namens Until You’re Satisfied. Ich wusste in diesem magischen Moment sofort, dass all der angestaute Alltagsstress beim ersten Sound komplett verflogen war. Die Band transportierte von der ersten Sekunde an eine unheimliche Präsenz, welche das Kölner Publikum im Handumdrehen in ihren Bann zog. Sängerin Theresa Jarvis bewies von Beginn an ihre gewaltige Ausstrahlungskraft auf der Bühne und feierte die Musik intensiv. Ihr Gesang drang durch Mark und Bein, während die Lichtshow die düstere, aber dennoch extrem einladende Atmosphäre perfekt untermalte. Das Publikum reagierte sofort mit lautstarkem Jubel und verwandelte den Raum in einen kochenden Hexenkessel. Die intensive Verbindung zwischen der Band und den treuen Fans war sofort im gesamten Saal deutlich zu spüren.
Ein absoluter Ausnahme-Song entfesselt ungeahnte Kräfte im brodelnden Zuschauerraum der Domstadt
Irgendwann im ersten Drittel der furiosen Show – ich glaube fest, es war Lied Nummer fünf auf der Liste – kamen dann endlich „Problems“ an die Reihe. Ich kannte diese fantastische Single vorab durch das Radio und verschiedene Streaming-Plattformen bereits sehr gut. Ich war deshalb im Vorfeld echt extrem gespannt, wie diese Nummer live umgesetzt klingen würde. Das Stück entpuppte sich als ein absoluter Hammer, der mich mit voller Wucht und ohne Vorwarnung komplett umgehauen hat! Jeder einzelne Fan spürte die rohe, ungefilterte Energie in dieser ehrlichen Rockmusik. Die schweren Riffs von Gitarrist George Edwards und Bassist Alex Crosby peitschten unbarmherzig durch den Raum. Sie brachten die treue Menge endgültig zum Toben, sodass niemand mehr stillstehen konnte.
Die abwechslungsreiche Setlist bot eine perfekte Balance aus harten, genreübergreifenden Tracks wie „Seize the Power“ oder „Punch Bag“ und intimen, emotionalen Momenten. Ein absoluter Höhepunkt war die wunderschöne Akustik-Version von „Do It For You“, bei der Theresa Jarvis eine fast überirdische Ausstrahlung besaß. Hier wurde die tiefe Verbundenheit spürbar, als die treue Menge in perfekter Harmonie mitsang. Zum großen Finale beim Song „Trouble Follows“ überließ die sichtlich bewegte Frontfrau dem Kölner Publikum sogar komplett den Refrain. Nach diesem überwältigenden Abend steht fest, dass diese Gruppe aktuell zu den dynamischsten Live-Acts der gesamten alternativen Rockszene gehört.
Auf Einen Blick
- Anreise-Frust: Massive Probleme mit der Deutschen Bahn und dem National Express verhinderten das Erleben der Support-Acts Artio und Overgrown komplett.
- Punktlandung: Der Einlass glückte gerade noch rechtzeitig zum Hauptact Yonaka, der die Show direkt mit dem Song „Eat You Alive“ eröffnete.
- Live-Wucht: Die gefeierte Single „Problems“ entpuppte sich auf der Bühne als absoluter Höhepunkt und riss das gesamte Publikum mit.
- Setlist-Mischung: Das Trio bot eine perfekte Balance aus harten Alt-Rock-Hymnen und einer sehr intimen, berührenden Akustik-Performance.
- Fandank: Zum krönenden Abschluss sang das Kölner Publikum den Refrain von „Trouble Follows“ fehlerfrei und völlig eigenständig im Chor.
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